Die „Iris“ gab den Impuls für eine neue Wandkreation. Iris heißt unsere Wandmalerei im größeren der beiden Räume im Herzraum. Durch den Farbverlauf erinnerte sie uns an die Regenbogenhaut eines Auges. Die Wirkung beeindruckt und hebt die Stimmung. Wir wurden schon des Öfteren gefragt. „Wie habt ihr das denn gemacht?“ Antwort: Co-working (Franziska & Annett) potenziert die Potenziale und Neues und Magie kann entstehen.
Im März bekamen wir einen Anruf von Sigrun Wunderwald aus Pirna, der Mitbegründerin des Vereins „LebensGlücksWerkstatt“. Vor Ort im Herzraum entstand bei ihr Monate zuvor der Wunsch, mit einem energetischen Wandbild die eigenen Räume zu beleben. Aus dem Gespräch ergab sich der Auftrag, ein Wandbild zu kreieren, welches eine einladende Atmosphäre schafft und die Essenz des Vereins widerspiegelt.
Idee – Skizzen – Umsetzung
Die Grundidee für die neue Kretion lieferte die Zen-Erzählung „Die goldene Brücke“, aus dem Buch „Der Pfad zur inneren Ruhe“ von Sumitra Shakya. Darin geht es um zwei Berge, die durch ein Tal getrennt werden. Der eine Berg steht für das Leben, was man führt und der andere für das Leben, was man führen möchte. Eine physische Brücke ebnet den Weg. Metaphorisch steht die goldene Brücke für den inneren Weg, die mentale Kraft der Veränderung, die sich aus den unendlichen Möglichkeiten des Lebens speist. Diese sind selten an der Oberfläche zu finden, sondern zumeist etwas tiefer. Ist das einfach? Nicht immer. Die Wandmalerei „Lebensglück“ steht für die Arbeit in der LebensGlückWerkstatt, ihre unterstützenden und begleitenden Angebote, Glück als Lebensgefühl zu erfahren und zu etablieren.
Ok. Let’s Go. Das A & O ist die Vorarbeit, sind die Skizzen. Dank neuer Technik, iPad, macht das Verwerfen, und Experimentieren, echt Spaß. Die alte Technik, Polylux, kam gar nicht zum Einsatz. Damit habe ich sonst die Skizze mit einer Folie direkt an die Wand projiziert. Die grafische Lebensblume entsteht ja mit Zirkel. Kein Problem. Die Brücke jedoch, durfte dann ganz frei von einem Ufer zum anderen, den Bogen schlagen.
Der Sankofa Vogel (Ghana) auf dem Brückengeländer steht übrigens symbolisch für das Lernen aus der Vergangenheit für eine bessere Zukunft. Schätze aus der Vergangenheit, werden in Form des goldenen Eies mitgenommen.
Wir standen immer intensivem Austausch, die Auftraggeberin und ich. Pinselstrich für Pinselstrich erschien das Werk an der Wand. Zwischendurch wich es von der Vorstellung im Geiste ab. Es war zu tief gerutscht, der Brückenbogen brauchte einen anderen Schwung. Einen halben Tag Arbeit am Abend wieder übermalen. Das kann vorkommen. Ausstrahlung, Wirkung, Bedeutung, des Bildes … ich sage mal so, klein war der Anspruch nicht. Gut das ich einen Tag Puffer eingeplant hatte. Um mich herum wurde auf Hochtouren gewerkelt, organisiert, gebaut und geschraubt. Solche Arbeitssituationen liebe ich ja sehr. Das motiviert und inspiriert einfach. Am Vorabend der Eröffnung, erklärten wir 21.00 Uhr, bei schwindendem Tageslicht, die Wandmalerei für vollendet und die Umsetzung als gelungen.
Danke für den Auftag und die beschwingende Zusammenarbeit.
Titel: „Lebensglück“
Hier wird bald eine Verlinkung zur Homepage des Vereins in Pirna stehen.